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Garantiefonds & Garantiezertifikate
Der Aktienmarkt bietet Anlegern große Chancen. Je nach Marktlage können durch die Investition in Aktienfonds zum Teil zweistellige Renditen erzielt werden. Doch der Aktienmarkt bietet nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Ebenso wie zweistellige Gewinne möglich sind, können auch derartige Verluste auftreten. Selbst bei Aktienfonds, die in unterschiedliche Aktienunternehmen und Branchen investieren, sind teils hohe Verluste möglich.
Anleger, die sich am Aktienmarkt beteiligen wollen, die jedoch das Risiko der Kursverluste scheuen, können in so genannte Garantiefonds oder Garantiezertifikate investieren. Diese bieten die Möglichkeit, an den Erfolgen des Aktienmarktes zu partizipieren, gleichzeitig sichern sie jedoch zu, am Ende der Laufzeit die vom Anleger gezahlte Einlage zu 100% zurückzuerstatten. Der Ausgabeaufschlag des Fonds muss jedoch in jedem Fall bezahlt werden und fällt in den meisten Fällen nicht unter die Garantie.
Garantiefonds und Garantiezertifikate investieren sehr unterschiedlich. So gibt es Fonds, die auf Basis des deutschen Aktienindex investieren, andere wiederum investieren in europäische Aktienwerte. Bei Garantiezertifikaten kann der Basiswert anstatt eines Index auch ein frei wählbarer Aktienkorb sein. Ist dies der Fall, werden die jeweiligen Werte, in die investiert wird, natürlich im Werbe-Flyer der Bank und im Verkaufsprospekt angegeben.
Garantiefonds und Garantiezertifikate weisen immer eine Laufzeit auf, denn nur so kann die Bank die Garantie aussprechen. Diese beträgt meist fünf Jahre. Der Kauf der Fondsanteile ist dabei auch nur während der Zeichnungsphase möglich, danach sind keine weiteren Zukäufe möglich. Während dieser Laufzeit können die Fondsanteile sowie die Zertifikate allerdings jederzeit zum jeweils aktuellen Marktkurs verkauft werden. Zu bedenken ist, dass auch Garantiefonds und Garantiezertifikate bei ungünstigen Börsenlagen während der Laufzeit an Wert verlieren können. Die Absicherung ist nur zum Ende der Laufzeit in voller Höhe gegeben.
Für die Sicherheit der Anleger, dass der Anlagebetrag am Ende der Laufzeit in voller Höhe zurückerstattet wird, ist eine so genannte Sicherheitsleistung nötig. Diese wird in den meisten Fällen durch eine nur anteile Beteiligung an den Kurszuwächsen des Basiswertes dargestellt. Wächst der Index beispielsweise um 20%, erhält der Anleger lediglich 15% gutgeschrieben.
Einige der Garantiezertifikate haben noch eine weitere Absicherung. Sie sichern nicht nur den Anlagebetrag zum Ende der Laufzeit, sondern sie sichern auch einmal erreichte Höchststände ab.